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Aeroclub Aviators e.V.

 
 
 

Hättet ihr es gedacht?

 

  • Die AN-2 kann rückwärts fliegen und sogar an Ort und Stelle fliegen! Nein, wir wollen euch nicht veralbern. Das geht tatsächlich! Und wie geht das? Nun, die AN-2 ist in der Lage, sich bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten in der Luft zu halten. Sie hat einen enormen Auftrieb. Das Handbuch selber gibt keinen Aufschluss auf die s.g. Überziehgeschwindigkleit. Somit überliefern es die absolut glaubhaften und auch nachweisbaren Berichte von Piloten, dass die Vorflügel bei ca. angezeigten 64 km/h ausfahren. Bei ca. 40km/h beginnt die AN-2 in einen Sinkflug zu gehen, der ohne weitere Erhöhung der Leistung stabil bis zum Boden bleibt. Dieses Sinken ist vergleichbar mit der Sinkrate eines herkömmlichen Fallschirmes. Piloten haben übereinstimmend berichtet, dass die AN-2 bei einer Minimalgeschwindigkeit von ca. 48 km/h voll kontrollierbar zu fliegen sei. Nun stellen wir uns die nicht unrealistische Situation vor, dass ein stärkerer Wind mit -sagen wir- 58 km/h weht. Dreht man die AN-2 nun direkt in den Wind und fliegt mit einer Leistungseinstellung, die in einer angezeigten Geschwindigkeit von 48 km/h resultiert, fliegt unsere Annuschka über Grund mit 10 km/h rückwärts! Denn: Der Wind drückt uns nach hinten, während wird aber noch genug Auftrieb haben um in der Luft zu bleiben. Würden wir die Leistung soweit erhöhen, dass unsere Geschwindigkeitsanzeige im Cockpit 58 km/h anzeigt, würde die AN-2 sogar über unseren Köpfen an Ort und Stelle stehen bleiben! Faszination Aerodynamik! Beeindruckende Filmaufnahmen
  • Was haben ein Citroen 2CV und eine AN2 gemeinsam? Mehr als ihr denkt! Vor allem beim Antrieb: Beide Motoren sind luftgekühlt und beide lassen sich beim Komplettausfall der Batterie mit einer Kurbel starten! Ist das bei einem 2CV schon lästig, artet es bei einer AN-2 in eine schweißtreibende Arbeit aus. Mittels Kurbel versetzt man das Schwungrad des Starters in Rotation, was normalerweise der Elektromotor erledigen würde. Der Rest des Anlassvorganges ist dann wie beim normalen Start.
  • Die AN-2 verfügt im POH (Pilot Operations Handbook) über keine Angabe zur Überziehgeschwindigkeit (Stall-Speed). Diese Geschwindigkeit definiert den Zeitpunkt, ab wann die Luftströmung nicht mehr laminar am Flügel anliegt und abreißt. In Folge dessen bricht der Auftrieb zusammen und das Flugzeug kippt entweder zur Seite ab (wenn nicht sauber gegengehalten wird, meist entgegen der Drehrichtung des Propellers) oder nimmt die Nase runter und geht in einen steilen Sinkflug, welcher nach Erreichen der Mindestgeschwindigkeit abgefangen werden kann/muss um wieder in einen Horizontalflug zurückzukehren. In nahezu allen Handbüchern sämtlicher Flugzeugmuster dieser Welt ist eine solche „Stall-Speed“ klar definiert und ihre Ermittlung und Bekanntmachung im Flughandbuch gehört zum vorgeschriebenen Zulassungsverfahren. Im AN-2 Handbuch der INTERFLUG sind lediglich folgende Hinweise zu finden: „Beim Steigflug und beim Übergang zum Durchstarten lässt sich as Flugzeug schlecht überziehen, wenn auch das Höhenruder vollständig ausgeschlagen ist und die Stellung der Trimmruder nicht der Geschwindigkeit der betreffenden Fluglage entspricht. Das Flugzeug neigt nicht zum Trudeln und zur Ausführung einer steilen Spirale. Das Flugzeug ist jedoch nicht vor dem Überziehen geschützt, trotzdem ist unbeabsichtigtes Überziehen nicht möglich“ ….“Nach überschreiten des kritischen Anstellwinkels, kippt das Flugzeug ohne deutliche Vorwarnung ab“…..“Im Landeanflug mit gedrosseltem Triebwerk lässt sich das Flugzeug bei ein – oder ausgefahrenen Landeklappen nicht überziehen. Die minimale Fluggeschwindigkeit beträgt 105 km/h bei einer Schwerpunktlage von 30% bei einer Masse 5250kg und 100 km/h bei einer Schwerpunktlage von 20% und einer Flugmasse von 4600kg.“………..“Das Flugzeug lässt sich im Kurvenflug bis zu einer Schräglage von 30° kaum überziehen, wenn nicht die Landeklappen über 15° ausgefahren werden. Vor dem Übergang in einen überzogenen Flugzustand erfolgt ein Abkippen, b.z.w. ein Neigen und selbstständiges Fahraufholen.“ Für einen Piloten, der es gewohnt ist, mit genauen Geschwindigkeitsangaben die Grenzwerte seines Flugzeuges im Kopf zu behalten, sind derartige Angaben überaus ungewöhnlich. Sauber ausgeführt, sinkt eine AN-2 in einem sogenannten Sackflug wie eine Art Fallschirm zu Boden, ohne in eine kritische Fluglage zu kommen. welche nicht mehr zu beherrschen wäre. Und wenn alles verloren scheint, wird dem Piloten empfohlen, die Triebwerksleistung und Geschwindigkeit soweit zu reduzieren, bis die Vorflügel automatisch herauskommen. Nun ist der Pilot gefragt, die Flügel bei voll gezogenen Höhenruder waagerecht zu halten während die AN-2 im Sackflug mit minimalster Vorwärtsbewegung über Grund bis zum Boden gleitet. Man mag es kaum glauben, wenn man diese Anweisungen nicht selber gelesen hat. Wenn die AN-2 also kein gutmütiges Flugzeug ist, welches Muster dann!?
  • Aerobatic in einer AN-2? Ja, das geht. Die milde Form des Kunstfluges ist sogar mit so einem Dickschiff wie der AN-2 möglich. In den Händen von begabten Piloten kann selbst dieser „Elefant“ tanzen. Loopings, Lazy Eights, Wingovers,…..alles machbar mit der AN-2. YouTube hält für euch ein paar beeindruckende Aufnahmen bereit. Aerobatics mit einer AN-2
  • Und wer sehen möchte, über welche Kurzstart- und Landeeigenschaften eine AN-2 verfügt, dem sei dieses Dokumentation auf YouTube empfohlen (Aufgenommen in Sisseln/CH): AN-2 in Sisseln/CH
  • Die AN-2 ist nicht nur vielseitig als Einzelflugzeug einsetzbar, sondern auch als Schleppflugzeug für Segelflugzeuge (F-Schlepp). Und die Annuschka schleppt nicht nur ein Segelflugzeug, sonder bis zu 6 Flugzeuge gleichzeitig!! Das Bild, welches dieses Gespann abgibt, erinnert an Gänseküken, die ihrer Mutter folgen: „Gänsemarsch mit 6 Küken“

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