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Hallo und guten Morgen liebe AN-2 Freunde,

heute kramen wir ein altes und vergilbtes Foto aus der Vergangenheit heraus. Es muss irgendwann in den frühen 80ern entstanden sein, irgendwo in der ehemaligen DDR vielleicht?

Nein, natürlich ist dem nicht so! Entstanden ist dieses digital bearbeitete Bild mal wieder in Pütnitz auf dem Ostblockfahrzeugtreffen, bei dem nicht nur wir mit unserer D-FWJH zu Gast sind, sondern auch ein bunter Strauss an anderen wunderschönen Ostblockflugzeugen. Neben PZL Wilga und ZLIN sind es die YAK-52, welche die Gäste zu einem Kunsflugerlebnis einladen.  

Bei der YAK-52 handelt es sich um einen zweisitzigen Trainer, welcher Mitte der 70er von Yakolev in der Sovietunion entwickelt wurde und als Nachfolger der optisch sehr ähnlichen YAK-18A dienen sollte. Von eben dieser hat die YAK-52 viele Komponenten wie den Rumpf und das pneumatisch einziehbare Dreipunktfahrwerk übernommen. Für den Laien sind die YAK-18A und die YAK-52 auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden.

Nach der Entwicklung durch Yakolev in der Sovietunion wurde eine Lizenzvereinbarung mit Rumänien vereinbart, um dort die YAK-52 zu fertigen. Man schrieb das Jahr 1976, als dem dort ansässige Unternehmen Fabrica de Avioane Usoare sämtliche notwendigen technischen Unterlagen übergeben wurden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde lediglich ein Prototyp der YAK-52 im Stammwerk des OKB Yakolev gefertigt, welcher dann nicht mittels Ferryflight zur neuen Produktionsstätte geflogen wurde, sondern demontiert in einer AN-12. Dort angekommen wurde er jedoch nicht mehr für die Erprobung geflogen sondern diente fortan nur noch als Anschauungsobjekt für die neuen Arbeiter und Ingenieure. 

Der erste Prototyp der rumänischen YAK-52 mit der Seriennummer 780102 flog zum ersten mal (offiziell) am 22.05.1977 unter dem Kommando von Dmitri Mitikow. Ein erster tatsächlicher Erstflug fand jedoch bereits zwei Tage früher, am 20.05.1977 statt. Allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Presse. 

Die ersten beiden Serienmaschinen wurden dann im gleichen Jahr an die Sovietunion übergeben. Das nun in Intrepinderea de Avioane Bacău umbenannte Unternehmen, begann ab 1979 die Serienfertigung welche erst im Jahr 2017 (!), endgültig endete. Bis 1994 wurden von der, zwischenzeitlich in AEROSTAR S.A. umbenannten Firma, bereits über 1800 Exemplare gefertigt.

Angetrieben wurden und werden diese schicken und wendigen Zweisitzer von einem luftgekühlten Wedenejew M-14 9-Zylinder Sternmotor mit einer Leistung zwischen 364 und 400PS, je nach Ausführung, und einem verstellbaren Zweiblattpropeller mit 2,40m Durchmesser von Blattspitze zu Blattspitze. Die Länge des Flugzeuges beträgt ca. 7,75m, bei einer Höhe von 2,70 und einer Spannweite von 9,30m. 

Das Leergwicht liegt, je nach Variante zwischen 980kg und 1015kg, während das maximale Abfluggewicht in einem Bereich von 1305 und 1415kg liegt, auch hier abhängig von der Variante. Die Höchstgeschwindigkeit liegt auch hier zwischen 320 und 360km/h.

Die beiden Exemplare, welche sich hier im Bild präsentieren, waren und sind zwei wirklich schöne Vertreter ihrer Gattung. Die olivgrüne YAK-52 ist bei unseren Freunden von WEGA AIR am Flugplatz in Roitzschjora beheimatet. Die blaue YAK-52 mit der Kennung SP-YDD im Vordergrund ist leider im Juni 2019 bei einer Flugvorführung im polnischen Plock verunglückt, wobei unser lieber Freund und geschätzter Fliegerkamerad Ralf „Buri“ Buresch sein Leben verlor. Seine Parkposition blieb beim letzten Ostblockfahrzeugtreffen 2019 leer und ihm wurde mit einer Gedenkminute und der Niederlegung eines kleinen Blumenstrauß und Kerzen gedacht. Wir bewahren ihm ein ehrenvolles Andenken.

Wir hoffen, euch hat der kleine Exkurs in die Nachbarschaft der AN-2 gefallen und wünschen euch noch einen tollen Donnerstag. 

Eure AN-2 Crew.

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