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Heute erlauben wir uns einen kleine Abstecher zur fliegerischen Verwandtschaft. Der eine oder andere mag den Eindruck bekommen haben, dass die aviatische Attraktion in Pütnitz nur aus der AN-2 besteht. Weiter weg von der Wahrheit kann man garnicht liegen! Denn wir werden stets von lieben Fliegerkameraden flankiert, welche nicht minder faszinierende Flugzeuge zum Ostblockfahrzeugtreffen mitbringen.

Eine dieser Preziosen ist die PZL 35 Wilga. Quasi die kleine Schwester der AN-2, wurde sie doch vom gleichen Hersteller in Polen ersonnen. Die Wilga ist ein STOL-fähiges (Short Take-Off and Landing) Flugzeug, welches über ganz ähnliche Merkmale verfügt wie die AN-2. Hinzu kommen hervorragende Flugleistungen auf ihrem Gebiet, welche unter anderem durch das eingesetzte Triebwerk, einem luftgekühlten Iwtschenko AI-14R 9-Zylinder Sternmotor mit 258 PS, ermöglicht werden. Aufgrund dieses Triebwerkes wird die Wilga auch scherzhaft „aerodynamischer Streuselkuchen“ genannt, da sämtliche konstruktiven Unzulänglichkeiten durch schiere Motorleistung kompensiert werden können. 

Gern wurde die Wilga auch für Segelflugschlepps (F-Schlepp) verwendet. Bei ein oder sogar zwei geschleppten Segelflugzeugen, wurde die Wilga nicht wirklich an ihre Leistungsgrenzen gebracht. Im Troika-Schlepp (3 Segelflugzeuge) waren die Reserven jedoch nicht mehr sehr komfortabel. Dennoch kam dieser geflügelte Lastesel anständig mit dieser Aufgabe zurecht. 

Wurde die Wilga als „Normalflugzeug“ geflogen, darf man ihr durchaus eine Form der Übermotorisierung attestieren. Das fahrstuhlartige Steigen beim Take-off hat sie mit der AN-2 gemein. Selbes gilt für die Fähigkeit, auf unbefestigten Untergründen zu landen. Das geschleppte Hauptfahrwerk ist extrem robust ausgelegt und verzeiht auch harte Landungen. Allerdings ist das stelzig wirkende Fahrwerk nicht ohne Tücken. So robust es auch ist, so kann es durch den hohen Schwerpunkt der Maschine ebenso schnell zu einem Ringelpietz kommen, sollte die Spur nicht präzise gehalten werden oder der Pilot etwas zu motiviert von der Bahn rollen. Eine ungleiche Lastenverteilung zwischen linken und rechtem Fahrwerk, gepaart mit dem hohen Schwerpunkt und der weichen Dämpfung kann zu einer unangenehmen Überraschung führen, sollte man ungeübt sein. Zu großen Teilen wird diese Tendenz aber durch die breite Spur des Fahrwerks kompensiert. 

Dennoch: Die Wilga ist eine Legende für sich und wie die AN-2 kaum kaputt zu bekommen. Dazu kommen für den Piloten und die mitfliegend Passagiere riesige Fensterflächen, die einen einzigartigen Ausblick ermöglichen, wie er in anderen Flugzeugen nur sehr selten zu finden ist. Ein tolles Flugzeug mit viel Charakter und einem unverwechselbaren Flugbild. Wir freuen uns darauf, in 2021 wieder mit ihr Seite an Seite in Pütnitz fliegen zu dürfen. Neben all den anderen beeindruckenden Typen, zu denen wir euch bald auch einen kleinen Einblick geben werden, sobald wir Bilder hochladen.

Bis dahin wünschen wir euch einen sonnigen Freitagabend!

Eure An-2 Crew

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